Finanzkraft der Gemeinde

Im Zuge der Gemeindestrukturreform vereinigten sich die bisherigen Gemeinden Markt und Dorf Seitenstetten (1971) und vergrößerten damit den finanziellen Spielraum der neuen Gemeinde. Mit dem Bau der Hauptschule (1969 bis 1971), dem Neubau des Kindergartens (1976) und dem Volksschulzubau (1980) schuf sich Seitenstetten moderne Erziehungs- und Bildungseinrichtungen, welche die hohen Investitionssummen für wiederholte Erneuerungen und Adaptierungen durchaus rechtfertigen.

Als Vorteil für den Wirtschaftsstandort Seitenstetten erweist sich die Fertigstellung der Westautobahn mit den nächstgelegenen Auffahrten Amstetten-West und Haag (1969). Die Entfernung bis zur später errichteten Autobahnanschlussstelle Oed beträgt nur etwa 12km.

Weil täglich immer mehr Fahrzeuge den Markt auf der Bundesstraße 122 durchquerten, nahmen Verkehrslärm und Umweltbelastung ständig zu. Der Ruf nach einer Ausweichroute wurde unüberhörbar. Fast 30 Jahre dauerten Diskussion und Bemühen, bis Trasse, Grundablöse und Finanzierung der Umfahrung gesichert waren. Im Herbst 2008 konnte die neue Umfahrungsstraße im Norden des Marktgebietes für den Verkehr freigegeben werden. Die Gemeinde übernahm zusätzliche Kosten für die Realisierung mehrfacher Änderungswünsche der Grundeigentümer und Anrainer wie zwei Radwegunterführungen und anteiligen Lärmschutz. Der Ortskern wurde vom Durchzugsverkehr spürbar entlastet.